Technik trifft Planung: Lea Elmerhaus verbindet Ingenieurskunst und Projektmanagement im Anlagenbau.
Lea Elmerhaus, Projektingenieurin bei thyssenkrupp MillServices & Systems, hat ihre Leidenschaft im Anlagenbau gefunden – einer Branche, in der Frauen nach wie vor unterrepräsentiert sind. Um jungen Frauen Mut zu machen, ihren eigenen Weg in technischen Berufen zu gehen, gibt Lea Einblicke in ihren Arbeitsalltag und teilt ihre persönlichen Erfahrungen.
Schon früh begeisterte sich Lea für die industrielle Arbeitswelt und entwickelte den Wunsch, im Projektmanagement Fuß zu fassen. Aufgewachsen im Ruhrgebiet lag die Entscheidung für thyssenkrupp nahe. Die Stelle als Projektingenieurin bei thyssenkrupp MillServices & Systems bot die perfekte Kombination: technische Herausforderungen im Anlagenbau gepaart mit strategischen Aufgaben im Projektmanagement bei einem in Deutschland führenden Anbieter von Industriedienstleistungen mit System. Seit Januar 2024 gehört sie nun zur Abteilung Unternehmensentwicklung in Oberhausen. Projekte im Schlackenmanagement bestimmen ihren Arbeitsalltag.
Von der Planung bis zur Realisierung.
In ihrem Arbeitsalltag begleitet Lea spannende Bauprojekte im Anlagenbau. Ihre Aufgaben sind dabei so vielfältig wie herausfordernd: „Wir haben viele Projektmeetings mit internen Abteilungen, aber auch mit externen Lieferanten. Damit stellen wir sicher, dass alles nach Plan läuft“, erzählt Lea. „Unsere Arbeit umfasst die Planung von Projektabschnitten, die Ausarbeitung technischer Konzepte bis hin zur Koordinierung der Ausführungsphase und der sauberen Dokumentation.“
Lea Elmerhaus, Projektingenieurin bei thyssenkrupp MillServices & Systems, ist dafür verantwortlich, dass Anlagenbauprojekte nach Plan umgesetzt werden können.
Wenn die erste Planungsphase abgeschlossen ist und alle Konzepte stehen, beginnt der praktische Teil ihrer Arbeit. „Besonders spannend wird es, wenn die Umsetzungsphase startet und ich auf den Baustellen den Projektfortschritt mit eigenen Augen beobachten kann“, berichtet sie. Doch auch in dieser Phase lässt sich nicht alles vorhersehen: „Natürlich treten immer wieder technische Probleme oder Unstimmigkeiten auf, bei denen man gemeinsam mit dem Team nach entsprechenden Lösungen sucht.“
Für Lea sind es gerade diese unerwarteten Herausforderungen, die den besonderen Reiz ihrer Arbeit ausmachen „Die vielfältige, abteilungsübergreifende Zusammenarbeit macht mir besonders Spaß. Durch die Kooperation mit verschiedenen Fachbereichen erhält man wertvolle Einblicke und erweitert kontinuierlich sein Wissen.“ Denn solche Erfahrungen und der intensive Austausch im Team zahlen sich für Lea in zukünftigen Projekten aus. „Für die im Projekt auftretenden Herausforderungen müssen wir manchmal unter Zeitdruck schnelle Entscheidungen treffen. Doch das hilft uns dabei, unser Wissen zu erweitern und Fehler in zukünftigen Projekten frühzeitig zu vermeiden“.
Komplexität im Griff: Projektmanagement in technischen Berufen.
„In einer zunehmend vernetzten und dynamischen Wirtschaft stehen Unternehmen ständig vor neuen Herausforderungen. Gleichzeitig entwickeln wir kontinuierlich innovative Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik", so die Projektingenieurin. „Dieser stetige Lern- und Weiterentwicklungsprozess führt dazu, dass die eigene Arbeit abwechslungsreich bleibt."
Wie anspruchsvoll und lehrreich dieser Prozess sein kann, hat Lea bereits kurz nach ihrem Einstieg bei thyssenkrupp MillServices & Systems erlebt. „Einige Wochen nach meinem Start übergab mir mein Chef ein Projekt mit hohem Zeit- und Kostendruck“, erinnert sie sich. „Viele Prozesse mussten neu strukturiert werden.“ Besonders lehrreich war für Lea dabei die intensive Auseinandersetzung mit technischen Herausforderungen und behördlichen Regularien sowie das Vorantreiben des Projekterfolgs trotz herausfordernder Umstände. „Da mir einige Abläufe anfangs noch unbekannt waren, bin ich meinem Arbeitskollegen, der mir in dieser Zeit für Fragen zur Seite stand und mich unterstützt hat, unglaublich dankbar“, betont Lea. „Denn insgesamt ist das Projekt erfolgreich verlaufen und die Umsetzung war in vielerlei Hinsichten eine wertvolle Erfahrung.“
Mit Know-How und Teamgeist zum Erfolg.
Für Lea spielt Vielfalt in Teams eine entscheidende Rolle: „Diverse Teams bringen unterschiedliche Sichtweisen und Ideen ein, wodurch komplexe Probleme effektiver gelöst werden können.“ Auch für Lea sind es genau diese unterschiedlichen Erfahrungen und Denkweisen der Teammitglieder, in denen sie einen großen Vorteil sieht. „Das stärkt die Dynamik im Team ungemein und fördert den Teamgeist – zwei essenzielle Faktoren für den Projekterfolg.“
Noch immer entscheiden sich wenige junge Frauen für eine Ingenieurkarriere. „Ich denke, das liegt oft an gesellschaftlichen Stereotypen, die technische Berufe eher mit Männern assoziieren“, vermutet Lea. „Das könnte dazu führen, dass Frauen sich weniger zutrauen oder ihre Interessen und Ambitionen in diesem Bereich frühzeitig aufgeben. Was ich sehr schade finde!“ Um das zu ändern, sieht Lea verschiedene Ansatzpunkte: „Bereits in der Schule sollten naturwissenschaftliche Fächer für Mädchen stärker gefördert werden, um frühzeitig das Interesse an Technik zu wecken. Sichtbare weibliche Vorbilder in Ingenieurberufen könnten ebenfalls inspirierend wirken.“ Auch Unternehmen könnten aus Leas Sicht einen Beitrag dazu leisten: „Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Möglichkeiten sind wichtig, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können.“
Ihren Rat an junge Frauen, die eine Karriere in der Industrie anstreben, formuliert Lea klar und deutlich: „Vertraut auf eure Fähigkeiten und seid stolz auf das, was ihr erreicht habt. Auch als Frau kann man in männerdominierten Berufen erfolgreich Karriere machen.“ Für sie persönlich sind klare Ziele, systematisches Arbeiten und kontinuierliche Weiterbildung besonders wichtig. „Ein starkes berufliches Netzwerk und der regelmäßige Austausch mit anderen Frauen und Fachleuten in der Branche helfen mir.“
Außerdem empfiehlt Lea, regelmäßig an Schulungen teilzunehmen, um sich weiterzubilden und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Doch ihr wichtigster Rat geht an die Frauen selbst: „Wenn man an sich glaubt, steht der eigenen Karriere nichts im Wege!“
Mehr spannende Einblicke in unsere Arbeitsalltag und innovative Technologien, findest du in unseren Stories.