Zwei Ebenen der betrieblichen Mitbestimmung

Zwei Ebenen der betrieblichen Mitbestimmung

Betriebliche Mitbestimmung bei thyssenkrupp

Generell ist die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmendenvertretungen charakteristisch für thyssenkrupp. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass die betriebliche Mitbestimmung in Deutschland durch das Betriebsverfassungsgesetz geregelt wird. Diese wird bei thyssenkrupp auf zwei Ebenen umgesetzt:

  1. In den Geschäften von thyssenkrupp (Geschäftsebene) werden die Interessen der Arbeitnehmenden durch die örtlichen Betriebsräte bzw. Gesamtbetriebsräte wahrgenommen.

  2. Auf Ebene von thyssenkrupp (Konzernebene) pflegen wir eine aktive Sozialpartnerschaft mit dem Konzernbetriebsrat (KBR).

Zusätzlich tauschen wir uns zu diversen Themen mit den jeweiligen Fachausschüssen des KBR aus und erarbeiten gemeinsam Betriebsvereinbarungen und Richtlinien, die das gesamte Unternehmen betreffen.

Im Rahmen der Unternehmensmitbestimmung werden die Interessen der Angestellten im Aufsichtsrat der thyssenkrupp AG entsprechend den gesetzlichen Regelungen durch die Vertretung von zehn Beschäftigten (davon eine Person als Vertretung der leitenden Angestellten) repräsentiert. Damit stellt die Arbeitnehmendenvertretung die Hälfte der Mitglieder des Aufsichtsrates. Die anderen zehn Mitglieder sind Abgesandte der Anteilsinhabenden.

Europäischer Betriebsrat (EBR)

Europäischer Betriebsrat (EBR)

Europäischer Betriebsrat thyssenkrupp

Der Europäische Betriebsrat (EBR) ist das Gremium für den sozialen Dialog und die Interessenvertretung der Arbeitnehmenden auf europäischer Ebene. Auf Basis der „Vereinbarung über den Europäischen Dialog und die Unterrichtung und Anhörung der Mitarbeitenden in den europäischen Konzernunternehmen“ unterrichten wir den EBR im Vorfeld wesentlicher betrieblicher Veränderungen, sofern sie länderübergreifenden Bezug haben. An den Sitzungen des EBR nehmen regelmäßig Mitglieder des Vorstandes teil und stehen für Erläuterungen und Diskussionen zur Verfügung. Über die Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes hinaus haben wir auf Ebene der Segmente sogenannte Betriebsrätearbeitsgemeinschaften eingerichtet, deren Mitglieder wir regelmäßig über segment-spezifische Sachverhalte informieren.

Offen seine Meinung zu sagen, bereichert unsere Unternehmenskultur enorm.

Oliver Burkhard, CHRO von thyssenkrupp
Meinungsumfragen unter den Mitarbeitenden gehören zu den wichtigsten Instrumenten, um unsere Unternehmenskultur transparent und glaubwürdig weiterzuentwickeln. Deshalb wurde im Geschäftsjahr 2020/21 eine gruppenweite, jährliche Mitarbeitendenbefragung bei thyssenkrupp eingeführt – der sogenannte "Employee Pulse Check". Bei dieser kurzen Umfrage beantworten die Beschäftigten Fragen zu ihrer allgemeinen Zufriedenheit und zu den Erfolgsfaktoren von Veränderung, Führung, Kultur und Kommunikation. Teilnehmen können alle Beschäftigten, die in einer Gesellschaft arbeiten, die sich an der Umfrage beteiligt. Im Jahr 2023 waren dies 97 Prozent aller thyssenkrupp Mitarbeitenden. Die Teilnahmequote unserer Mitarbeitenden lag im Juni 2023 bei 55 Prozent und verbesserte sich damit um sechs Prozent zur Vorjahresbeteiligung.
  • 97 %

    aller thyssenkrupp Mitarbeitenden konnten teilnehmen

  • 55 %

    Teilnahmequote

  • Unzählige

    gewonnene Erkenntnisse & aussagekräftige Ergebnisse

97 %

aller thyssenkrupp Mitarbeitenden konnten teilnehmen

55 %

Teilnahmequote

Unzählige

gewonnene Erkenntnisse & aussagekräftige Ergebnisse

Arbeitszeit – ein wichtiges Element zum Schutz der Beschäftigten

Arbeitszeit – ein wichtiges Element zum Schutz der Beschäftigten

Arbeitszeit – ein wichtiges Element zum Schutz der Beschäftigten

Im thyssenkrupp Code of Conduct und im International Framework Agreement verpflichtet sich thyssenkrupp zur Einhaltung der nationalen Gesetzgebungen sowie den menschenrechtlichen Mindeststandards – auch in Bezug auf die Gestaltung der Arbeitszeiten der Beschäftigten weltweit.

Bei thyssenkrupp wird Arbeitszeit auf Grundlage der nationalen Gesetze und Tarifverträge entlang der betrieblichen Anforderungen lokal geregelt – ein Stahlwerk zu betreiben bedarf anderer Arbeitszeitregelungen als beispielsweise die Planung und der Bau einer Wasserstoff-Produktion.

Mit Arbeitszeit verbinden wir mehr als die An- und Abwesenheit am Arbeitsplatz: Flexible Zeitgestaltung für bessere Work-Life-Balance oder zur Steuerung der Auslastung in der Produktion – Arbeitszeitmodelle auf Basis von Gleit- oder Teilzeit sind bei thyssenkrupp etabliert. Darüber hinaus ist die flexible und faire Gestaltung der Arbeitszeit ein stetiger Prozess. Beispielhaft hierfür sind der Ausbau der Home-Office-Tätigkeit und das damit zusammenhängende hybride Arbeiten, die damit in engem Zusammenhang stehende Vertrauensarbeitszeit oder das Angleichen der Arbeitszeiten in der Elektro-Metall Industrie in Ost- und Westdeutschland.

Etwa 65% aller thyssenkrupp Unternehmen unterliegen kollektivrechtlichen Vereinbarungen (Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen o.Ä.), die zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen gegenüber dem jeweils national geltenden gesetzlichen Standard – auch in Bezug auf die Arbeitszeit – führen. Auch bei den übrigen 35% der thyssenkrupp Unternehmen stellen wir die Einhaltung der gesetzlichen Standards intern über Human Resources Management oder Compliance sicher. Sollten thyssenkrupp Unternehmen in Ländern tätig sein, die keine gesetzlichen Mindeststandards zu Arbeitszeiten haben, so ist über das International Framework Agreement die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen sichergestellt.